Pfarrerin Becker feierte ihr 31. Ordinationsjubiläum mit einem Gottesdienst

Eine gute Hirtin im wahrsten Sinne des Wortes

Stehende Ovationen in einem Gottesdienst, das gibt es wohl selten. An diesem Sonntag Cantate aber, in dieser sonnendurchfluteten Burgkirche in Ober-Ingelheim, gab es Applaus im Stehen für eine Pfarrerin, der die zahlreich erschienenen Gottesdienstbesucherinnen und -besucher danksagen wollten. Dank für 30 + 1 Jahr Dienst an der Gemeinde – in vielen Gemeinden. Pfarrerin Karin Becker, Inhaberin der Pfarrstelle Wackernheim, hatte zu ihrem 31. Ordinationsjubiläum geladen und viele Gäste, einige sogar aus dem Odenwald und ihrer Heimat, dem Eichsfeld, aus Grolsheim, Gensingen, Appenheim, Ober- und Nieder-Hilbersheim, Engelstadt, Heidesheim, Schwabenheim und vielen anderen Orten der Region, in denen Pfarrerin Becker gewirkt hat, waren gekommen um ihr für ihre Seelsorge, ihre Zugewandtheit zu den Menschen zu danken.

Nicht nur viele Gemeindeglieder, Pfarrerinnen und Pfarrer ließen es sich an diesem Tag nicht nehmen, Pfarrerin Becker zu gratulieren, auch der Dekan des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim, Pfarrer Olliver Zobel, stimmte vorne am Rednerpult in die allgemeine Laudatio ein, sprach von Pfarrerin Becker als einer Hirtin im „wahrsten Sinne des Wortes“, die als gute Hirtin für ihre Gemeinde da ist, die Menschen im Blick hat, Führung, aber auch einfach Gemeinschaft pflege. Pfarrerin Becker habe vielen geholfen und ihr wurde auch aus ihren Gemeinden geholfen, als sie schwer krank war.

Zu diesem Bild der gelebten Nächstenliebe passte die von Pfarrerin Becker von der Kanzel der Burgkirche gehaltenen Predigt, die ein Danklied aus der Bibel, Jesaja 12, 1–6, zum Ausgangspunkt hatte: „Gottes Hilfe gleicht einer sprudelnden Quelle“.  Den musikalischen Rahmen für ihren Jubiläumsgottesdienst hatte die der Musik sehr zugeneigte Theologin natürlich sorgfältig gewählt: Neben sehr schönen alten Kirchenliedern wie „Du meine Seele singe“, begleitet von der Wackernheimer Organistin Anastasia Gubarkova, gab es eine Sonate von Johann Sebastian Bach (Oboe: Anne Villiger, Mainz) und wunderbare Stücke für Trompete und Piano (David Jarquin und Vilmante Barahona) zu hören.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen kleinen Empfang mit Wein und Häppchen sowie eine nicht enden wollende Schlange von Gratulanten, die von Pfarrerin Becker ganz individuell und natürlich mit Namen begrüßt wurden. So klang der schöne Gottesdienst mit einem fröhlichen Austausch im Rosengärtchen der Burgkirche aus.

Hilke Wiegers, Dekanat Ingelheim-Oppenheim

„Wir müssen rausgehen und zeigen, dass wir da sind!“

Der neue DSV-Vorsitzende Helmut Lohkamp möchte sich für eine „Hör- und Verstehmission“ einsetzen
Der neue DSV-Vorsitzende Helmut Lohkamp blickt optimistisch mit dem für ihn typischen Quäntchen Humor in die kirchliche Zukunft. Foto:HilkeWiegers

Ehrenamtliches Engagement für seine Kirche von der Gemeindeebene angefangen über das Dekanat bis hin zur Landeskirche, das ist für Helmut Lohkamp, Kirchenmitglied in der Evangelischen Gustav-Adolf-Kirchengemeinde in Ingelheim, eine Selbstverständlichkeit – seit vielen Jahren. Ja, man kann sagen, für den am Niederrhein geborenen IT-Fachmann und seine Familie gehört das Engagement für Andere zum Leben dazu. Anpacken, wo man gebraucht wird, mitreden dort, wo es notwendig ist. Am 21. Januar 2022 wurde der 73-Jährige nun auf der jüngsten Synode des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim von den Vertreterinnen und Vertretern der 42 Kirchengemeinden des Dekanats mit großer Mehrheit zum ehrenamtlichen Vorsitzenden des Dekanatssynodalvorstandes gewählt.

Seit langen Jahren Mitglied in DSV und Landessynode
Es ist das höchste Amt, das ein Ehrenamtlicher auf Dekanatsebene innehaben kann. Die Synodalen entschieden sich damit für einen Mann, der nicht nur als Mitglied des Dekanatssynodalvorstandes über viel Erfahrung in der Leitung eines Dekanats verfügt, sondern auch als Mitglied der Landessynode an den Entscheidungen auf Landeskirchenebene mitgewirkt hat und auch noch mitwirken wird. Schon den Fusionsprozess der beiden Dekanate Ingelheim und Oppenheim hat er als DSV-Mitglied mit begleitet und sieht sich jetzt vor die Herausforderung des Zukunftsprozesses ekhn2030 gestellt, den die EKHN 2019 gestartet hat, damit die Landeskirche angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und knapper werdender Ressourcen eine ausstrahlungsstarke Kirche bleibt.

Mehr miteinander reden und so besser kennenlernen
Zu diesem Zukunftsprozess gehört, dass sich die Gemeinden zu Nachbarschaften zusammenschließen, in denen die Aufgaben der Pfarrerschaft und hauptamtlich Mitarbeitenden neu strukturiert und auch die vorhandenen kirchlichen Gebäude auf ihre Zukunftsfähigkeit hin geprüft werden. Schon Ende 2023 soll die Dekanatssynode die Nachbarschaften und deren Grenzen beschließen; 2026 stehen Beschlüsse zu den zu erhaltenden Gebäuden an. Da sind bei einigen Gemeinden sehr dicke Bretter zu bohren und das weiß der neue DSV-Vorsitzende Helmut Lohkamp: „Wenn wir da etwas erreichen wollen, dann müssen wir mehr miteinander reden und uns über dieses „miteinander reden“ auch kennen lernen. Dann fällt vieles leichter.“

„Mehr Akzeptanz für Nachbarschaften und Umstrukturierungen erreichen“
Die Besuche, die die Mitglieder des Dekanatssynodalvorstandes bereits im vergangenen Jahr bei Kirchenvorständen des Dekanats gemacht haben, um die anstehenden Veränderungen vorzustellen und zu diskutieren, hält Helmut Lohkamp deshalb für einen ersten wichtigen Schritt: „Es ist ja häufig von „denen da oben“ die Rede, wenn vom DSV gesprochen wird, aber das ist aus meiner Sicht total falsch, denn die DSV-Mitglieder sind ja von den Gemeinden in den DSV gewählt worden, um für die Gemeinden zu sprechen und nicht um irgendwelche Machtpositionen auszuüben.“ Um so wichtiger ist es für ihn, dass „DSV und Gemeinden zusammenrücken. Wenn sich da ein Gegeneinander entwickelt, kommen wir kein Stück weiter. Wir müssen mehr Akzeptanz für die Nachbarschaften und die Umstrukturierungen erreichen, denn die Alternative ist, dass wir uns als Kirche aus der Fläche zurückziehen. Dann gibt es nur noch kirchliche Zentren und drum herum weiße Flächen. Aber wir wollen die ganze Region befähigen, Kirche am Leben zu halten“.

Auf „Zuhör- und Verstehmission“ gehen
Angesichts der zurückgehenden Zahl von Kirchenmitgliedern wünscht sich der neue DSV-Vorsitzende, „dass wir nicht sagen, da wird noch einiges auf uns zukommen, sondern wir werden auf einige zukommen. Wir müssen jetzt tätig werden. Wenn man andere Leute dabeihaben will, muss man Veränderungen akzeptieren, Dinge zulassen, Dinge probieren, auch wenn sie schiefgehen. Und vor allen Dingen nicht sagen, wir machen das und das, sondern: Was brauchst du von uns?“ Helmut Lohkamp nennt das eine Zuhör- und Verstehmission. Er ist überzeugt: „Wir müssen rausgehen, zeigen, dass wir da sind, dass wir als Ansprechperson noch eine Rolle spielen können.“ Um all‘ dies zu erreichen, dafür braucht es viel Zeit. Sein ehrenamtliches Engagement hat der Familienvater, der mittlerweile auch acht Enkel hat, zumindest auf der Ebene seiner Heimatgemeinde zurückgefahren. Noch bleibt Zeit für seine Hobbies Fotografieren und Holzbearbeitung, aber schon jetzt versammeln sich immer mehr Termine in seinem – natürlich – digital geführten Terminkalender. Ein Glück, dass der DSV-Vorsitzende durch seinen auch neu gewählten ehrenamtlichen Stellvertreter Dietrich Mannes ebenso wie durch DSV-Mitglied Hans-Peter Rosenkranz als Versammlungsleiter Unterstützung und Entlastung findet.

„Es ist den Menschen nicht egal, wenn es um ihre Kirche geht“

Positiver Trend bei den evangelischen Kirchenvorstandswahlen

Eine sehr erfreuliche Wahlbeteiligung und eine Zunahme des Anteils von Frauen in den Kirchenvorständen, das sind die wesentlichen Ergebnisse der Kirchenvorstandswahlen auch im Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim. Rund 1,2 Millionen Wahlberechtigte waren am 13. Juni 2021 in der gesamten Evangelischen Kirche Hessen und Nassau dazu aufgerufen, über die Besetzung des Leitungsgremiums in ihren Gemeinden zu entscheiden. Und erfreulich viele folgten dem Wahlaufruf. So nahm die Wahlbeteiligung nicht nur landeskirchenweit deutlich zu (von 2015 18,5 % auf 2021 25 %), auch im Dekanat Ingelheim-Oppenheim wählten mit rund 30 % fast ein Drittel der 40 085 Wahlberechtigten (zum Vergleich: 2015 lag die Wahlbeteiligung in den Dekanaten Ingelheim und Oppenheim jeweils bei 20 %).

Als eine der Ursachen für den Anstieg der Wahlbeteiligung gilt – auch landeskirchenweit – die Tatsache, dass sich viele Kirchengemeinden angesichts von Corona für eine reine Briefwahl entschieden haben. Erstmals wurde auch in einigen Gemeinden des Dekanats den Wahlberechtigten eine Online-Wahl angeboten. Die meisten Wählerinnen und Wähler hatten ihre Stimmen am Wahlsonntag bereits per Briefwahl abgegeben. Trotzdem gingen noch viele Menschen bei strahlendem Sonntagswetter unter Einhaltung der Hygiene-Regeln in die Wahllokale. Den meisten Betrieb verzeichneten die Wahllokale nach den Sonntagsgottesdiensten.

Der stellvertretende Präses des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim, der Schwabsburger Hans-Peter Rosenkranz, ordnet den positiven Trend außerdem in einen weitergehenden Zusammenhang ein: „Es hat sich durch die Wahlbeteiligung bestätigt, was uns schon während der Corona-Pandemie aufgefallen ist: Die Angebote unserer Kirchengemeinden vor Ort werden dankbar angenommen, die Besucherzahlen und die Kollekten sind hoch. Und offenbar ist auch der Wille zum Mitgestalten bei unseren Kirchenmitgliedern ungebrochen, und sei es nur durch die Abgabe eines Stimmzettels. Es ist den Menschen nicht egal, wenn es um ihre Kirche geht.“

Eine weitere Besonderheit der Wahl, die sich auch in der gesamten EKHN zeigte, ist der steigende Anteil von Frauen in den Kirchenvorständen: Von den im Dekanat insgesamt 366 Kandidierenden sind 62 % Frauen. Damit setzt sich ein Trend fort, der sich bei den Kirchenvorstandswahlen im Jahr 2015 schon abgezeichnet hat: Schon damals waren unter den Kandidierenden der beiden damals noch nicht fusionierten Dekanate Ingelheim und Oppenheim mehr als 50 % Frauen.

Die am 13. Juni gewählten Kirchenvorstände sind für sechs Jahre gewählt worden. Ihre Amtsperiode beginnt am 1. September 2021. Kirchenvorstände gelten als besonderes evangelisches Markenzeichen. Sie sind für den Kurs der Gemeinde vor Ort verantwortlich und entscheiden beispielsweise über die neue Pfarrerin ebenso wie über die Dachsanierung und die Ausrichtung der kirchlichen Kindertagesstätte.

Hilke Wiegers Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

Präses Helmar Richter von seinem Amt zurückgetreten

Die Amtsgeschäfte übernimmt sein Stellvertreter Hans-Peter Rosenkranz

Dekanat Ingelheim/Oppenheim, MitarbeiterInnen Februar 2019 © Bernd Eßling

Der Vorsitzende des Synodalvorstands des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim (DSV), Helmar Richter, ist aus gesundheitlichen Gründen mit Wirkung zum 18. Mai 2021 von seinem Amt zurückgetreten. Die Amtsgeschäfte des Präses werden bis zur Dekanatssynode am 29. Oktober 2021 von dem stellvertretenden Präses, Hans-Peter Rosenkranz, weitergeführt.

Helmar Richter war zunächst sechs Jahre Mitglied des DSV in Oppenheim und im Anschluss fast 18 Jahre DSV-Vorsitzender – zuerst im Dekanat Oppenheim, dann im fusionierten Dekanat Ingelheim-Oppenheim. Der Mathematiker hat die Fusion der beiden Dekanate Ingelheim und Oppenheim maßgeblich begleitet.

Aus diesem Grunde dankt sowohl die Kirchenleitung als auch das Dekanat Helmar Richter für seinen Einsatz. Richter war nicht nur in seiner Kirchengemeinde Bodenheim – Nackenheim und in Ostberlin sowie während seiner Studentenzeit in Dresden Kirchenvorsteher, sondern gestaltet auch als Prädikant Gottesdienste.

Zum Abschied wünscht der Präses dem Dekanat für die Zukunft alles Gute und ist sich sicher: „Es wird auch ohne mich gut weitergehen.“

Hilke Wiegers Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

„Wir haben einen engagierten Streiter für die Kirche verloren“

Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim trauert um ehemaligen Präses Horst Runkel




Foto: Maike Reinhardt

Sein Tod wird wohl für viele noch lange unfassbar bleiben. In seiner rheinhessischen Heimatgemeinde Partenheim reißt sein Ableben nicht nur auf kirchlicher, sondern auch auf kommunaler Ebene eine kaum zu füllende Lücke. Horst Runkel, von 2012 bis 2019 Vorsitzender des Synodalvorstandes des Evangelischen Dekanats Ingelheim, ist am vergangenen Samstag plötzlich und unerwartet gestorben. Bis zu seinem plötzlichen Tod war er Vorsitzender des Verbandsvorstands des Regionalverwaltungsverbandes Rheinhessen in Alzey und Mitglied im Verwaltungsrat der Ökumenischen Flüchtlingshilfe gGmbH, seit 34 Jahren Vorsitzender des Kirchenvorstands der Evangelischen Kirchengemeinde Partenheim und noch viel länger Mitglied in dessen Kirchenvorstand – um nur einige seiner zahlreichen auch kommunalen und überregionalen Ämter zu nennen.

Verlässlich, ruhig, pflichtbewusst

Noch am Vorabend seines Todes hatte der 70-Jährige als Synodaler an der Dekanatssynode des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim teilgenommen. Verlässlich und ruhig, pflichtbewusst wie immer, hatte er dieses, wie auch alle anderen zahlreichen Ehrenämter, die im Lauf seines Lebens an ihn herangetragen wurden, mit Leben erfüllt. Der Dekan des Dekanats Ingelheim-Oppenheim, Pfarrer Olliver Zobel, würdigt Horst Runkel deshalb auch mit den Worten: „Wir haben einen engagierten Streiter für seine Kirche und die Kirche überhaupt verloren.“

„Als Mensch in seinem Glauben eingebettet und gehalten“

Und die frühere Dekanin des Evangelischen Dekanats Ingelheim, Pfarrerin Annette Stegmann, erinnert sich an den gebürtigen Partenheimer, der mit ihr von 2012 bis 2019 an der Spitze des Dekanats Ingelheim stand, als eine Person, die „fern von einer Ämter-Eitelkeit in all seinen Aufgaben ein Mensch blieb, der in seinem Leben im christlichen Glauben eingebettet war und sich gehalten wusste. In schwierigen Entscheidungen wägte er ab, hörte sich divergierende Meinungen an, um wohlüberlegt zu entscheiden. Dabei war er darauf bedacht, zum Wohle des Menschen und der Kirche zu handeln.“

„Die Partenheimer Kirche war ihm eine Herzensangelegenheit“

Der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Partenheim, Harald Esders-Winterberg, beschreibt seine Zusammenarbeit mit dem langjährigen Vorsitzenden des Partenheimer Kirchenvorstands und Inhaber eines Steuerbüros folgendermaßen: „In den 20 Jahren unserer Zusammenarbeit ist eine ungeheuere, positive Vertrautheit entstanden. Er stand uns immer mit seinem fachlichen, aber auch Herzens-Know-How zur Seite. U. a. auf sein Betreiben geht die Entstehung der Partenheimer Kindertagesstätte zurück. Diese, aber auch besonders die Partenheimer Kirche waren ihm eine Herzensangelegenheit.“

„Horst Runkel war die Gemeinde, war das Herz der Gemeinde“

Von seiner Haustür aus konnte Horst Runkel die Partenheimer Kirche sehen, durch die er viele Führungen gemacht und bei deren Instandhaltung er auch so manches Mal ohne viel Aufhebens mit angepackt hat. „Horst Runkel“, so erklärt Pfarrerin Sylvia Winterberg, „hat Gemeinde gelebt. Er war die Gemeinde, war das Herz der Gemeinde und uns persönlich ein guter Freund.“ Das Fehlen seines großen Engagements macht sich bereits wenige Tage nach seinem Tod bemerkbar. Diejenigen, die mit ihm auf den verschiedensten kirchlichen und vielen anderen Ebenen zusammengearbeitet haben, erfüllt sein plötzlicher Tod mit Trauer und Leere.

Gedenkgottesdienst am 30. Mai 2021 vor der Partenheimer Kirche
Da bei der Beerdigung Horst Runkels auf dem Partenheimer Friedhof aufgrund der Corona-Pandemie nur eine eingeschränkte Zahl von Gästen zugelassen ist, ist am 30. Mai 2021 voraussichtlich um 15:00 Uhr insbesondere für die Gäste von außerhalb ein Gedenkgottesdienst vor der Partenheimer Kirche geplant.

Hilke Wiegers, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim

Tipps für ältere Menschen in der Corona-Zeit

Foto: Hilke Wiegers

Liebe Seniorinnen und Senioren,

Barbara Clancy

als Gemeindepädagogin für Seniorenarbeit werden mich einige von Ihnen schon kennen, denn als Seniorenbeauftragte des evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim komme ich gerne – meist einmal im Jahr – in Ihre Gemeinde und gestalte mit Ihnen einen Ihrer Seniorennachmittage. Es ist schade, dass wir uns aufgrund von Corona seit längerem nicht mehr sehen konnten. Ich hoffe, es geht Ihnen gut und Sie sind gesund! Gerne möchte ich Ihnen einige Ideen vorstellen, die Ihnen vielleicht über diese schweren Monate hinweghelfen können:

Lesen Sie Ihren Enkelkindern ein schönes Buch vor
Am Telefon oder über Videotelefonie, wie beispielsweise Skype, ist es auch jetzt, trotz Kontaktreduzierung, möglich, mit seinen Enkeln etwas Schönes zu teilen. Ein Buch, das ich empfehlen kann ist „An der Arche um Acht“ von Ulrich Hub. Drei Pinguine erleben dort auf der Arche Noah ein ganz eigenes Abenteuer. Oder kennen Sie noch die 5 Freunde?  Alle Bände sind neu aufgelegt, zum Beispiel auch der erste Band „5 Freunde erforschen die Schatzinsel“, erstmals erschienen 1953. Beide Bücher sind zum Vorlesen empfohlen ab 8 Jahre.

Führen Sie Tagebuch
Wir leben zurzeit in einer Ausnahmesituation, die hoffentlich so schnell nicht wieder vorkommt. Deshalb ist es interessant diese Zeit festzuhalten. Teilen Sie den Tag in verschiedene Abschnitte ein und nehmen Sie sich am Ende der Sequenz Zeit zu notieren 

  • Was habe ich bis jetzt getan?
  • Welche Gedanken haben mich bewegt?
  • Welche Gefühle waren damit verbunden?
  • Was hat mich gefreut?

Nutzen Sie sicher das Angebot des Internets
Das Internet bietet auch für ältere Menschen eine Fülle von Möglichkeiten. Rat und Sicherheit bei der Nutzung des Internets bietet die Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend „Nie zu alt fürs Internet“:  https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/nie-zu-alt-fuers-internet-/78538  Einfach herunterladen oder unter Tel. 030 201 791 30 bestellen.

Bewegung tut immer gut
Bewegung hält Körper und Geist in Schwung. Nutzen Sie die wunderbaren Angebote für Seniorengymnastik im Internet! Eine Seite, die ich Ihnen sehr empfehlen kann ist:https://www.aelter-werden-in-balance.de/ Hier finden Sie Übungen für den ganzen Körper und können sich sogar Ihr eigenes Programm zusammenstellen. Zudem gibt es auf dieser Seite auch viele weitere Informationen rund ums Alter.

Viel Freude beim Ausprobieren wünscht Ihnen Ihre Barbara Clancy
Tel. 06136 9269626 E-Mail: