
Stellenausschreibung – Hausmeister gesucht



In den Herbstferien soll es wieder Kreative Tage geben. Hier die wichtigste Vorinformation: es wird in der ersten Ferienwoche von Montag, den 12. Oktober bis Mittwoch, den 14. Oktober, voraussichtlich jeweils von 10 bis 13 Uhr in Engelstadt am Georg-Zimmer-Haus stattfinden. Es wird um Glas – Farbe – Licht gehen. Merkt Euch den Termin vor, meldet Euch gerne schon einmal an. Nähere Informationen folgen dann so bald wie möglich.
Gemeindepädagogin Margarete Ruppert

Ein laues Lüftchen, zirpende Grillen und ein kühles Glas Weißwein – das hätten sich Pfarrerin Verena Reeh und Bildungsreferentin Martina Schott gewünscht. Doch auch ein schon fast herbstlicher Wind mit deutlich kühleren Temperaturen konnte die Besucher nicht abhalten. Corona-bedingt im Freien erfuhren die interessierten Zuhörer unter anderem von Walen, Aalen und Flusskrebsen. Dass ein Großteil der präsentierten Bücher im Zeichen von Tieren stand, war eher ein Zufall, erklärte Simone Carstens von der Buchhandlung Wagner. Sie hatte neben Krimis und historischen Romanen auch „Der Wal und das Ende der Welt“ von John Ironmonger im Gepäck. Eine mitreißende Geschichte über die Menschlichkeit, in der zuerst ein junger Mann am Strand angespült wird und dann ein Wal. Die Bewohner des Fischerdorfes spüren sofort – hier beginnt etwas Sonderbares. In „Das Evangelium der Aale“ schreibt Patrik Svensson poetisch und spannend von der Nähe, die er in seiner Kindheit mit dem Vater beim Aalfischen erlebte. Nele Müller-Heidelberg von der ev. Gemeindebücherei knüpfte daran an und las eine Passage aus „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens vor.
Aber auch die Gäste konnten den anderen Zuhörern Lesetipps geben. Hans-Martin Schmitz aus Gau-Algesheim hatte sein aktuelles Lieblingsbuch mitgebracht. Er gab schmunzelnd zu, es nicht geschafft zu haben, seine Frau in den letzten 20 Jahren für Lyrik zu begeistern. Er wolle nun versuchen, dass bei diesem Publikum in 10 Minuten zu schaffen. Martina Schott von der Fachstelle Bildung stellte „Ich bleibe hier“ von Marco Balzano vor. Darin gibt die Widerstandskämpferin Trina in Südtirol heimlich Deutschunterricht, den die Faschisten verboten hatten.

BUCHTIPP:
Der Gesang der Flusskrebse ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden unter extremen Voraussetzungen. Sechs Jahre alt ist Kya, als ihre Mutter vor dem gewalttätigen Ehemann flieht und sich schließlich auch dieser aus dem Staub macht. Kya bleibt in einer kleinen Hütte im Marschland allein zurück. Dort lernt sie zu überleben. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Pflanze. Sie sammelt Muscheln und räuchert Fische, tauscht sie gegen Lebensmittel und Benzin für ihr kleines Boot.
Fast 20 Jahre später wird eine Leiche im Sumpf gefunden, Chase Andrews, früherer Sunnyboy des Dorfes. Für die Bewohner ist klar: Das Marschmädchen hat ihn aus Rache dafür getötet, dass er sie sitzen gelassen hat.
Neben dem Kriminalfall und der Romanze sind die grandiosen Beschreibungen der Landschaft besonders eindrucksvoll. Es sind intensive Momente, die die Schönheit und die Kraft der Natur einfangen.
Nele Müller-Heidelberg
Trotz langer Jahre in Saudi-Arabien Bindung zur Kirche nicht verloren: Kirchenvorsteherin Elke Spiekermann

An den Tag, an dem sie vor über zwölf Jahren gefragt wurde, ob sie sich für den Kirchenvorstand von Ober-Hilbersheim aufstellen lassen möchte, erinnert sich Elke Spiekermann noch genau: „Eine Konfirmandin aus dem Ort, die Tochter von Freunden, kam und fragte mich,“ erzählt die freundliche 79-Jährige, „und da habe ich erst einmal zurückgefragt, wer denn auf diese Idee gekommen war, denn wir waren ja erst vor wenigen Jahren, 1997, zugezogen.“ Als das Mädchen dann erzählte, dass sie diesen Auftrag von Elfriede Heucher, einem Mitglied des Benennungsausschusses der Gemeinde zur Kirchenvorstandswahl, hatte, wusste Elke Spiekermann, wie sie zu dieser Ehre gekommen war. „Ich hatte Frau Heucher kennengelernt, weil unsere Enkel, die eigentlich in Abu Dhabi leben, hier in Ober-Hilbersheim getauft wurden.“
Das waren die ersten, sehr schönen Kontakte von Elke Spiekermann mit der evangelischen Kirchengemeinde in Ober-Hilbersheim. Und weil sie in ihrer Jugend in ihrem Heimatort Idstein in ihrer Kirchengemeinde, in Kinderchor, Jungschar und Theatergruppe sehr aktiv gewesen war, freute sich die gebürtige Hessin darauf, sich als Kirchenvorsteherin wieder stärker für die Kirche zu engagieren. Zudem bedeutete dies für die anpackende und kontaktfreudige Elke Spiekermann eine zusätzliche gute Gelegenheit, sich in das Ortsgeschehen zu integrieren. 2009 in den Kirchenvorstand gewählt, musste die damals schon 68-Jährige erkennen, dass es für sie über das Gemeindeleben und die Arbeit in diesem gemeindlichen Leitungsgremium noch so Manches zu lernen gab: „Schließlich hatte ich mit meiner Familie über 20 Jahre im nicht-christlichen Ausland, an verschiedenen Orten in Saudi-Arabien, gelebt, weil mein Mann als Verantwortlicher dort Bauprojekte betreute.“
Zwar war dort die Bindung zur Kirche nie abgerissen, denn auch in den sog. Camps, in denen damals die Familien ausländischer Mitarbeiter an Bauprojekten, gab es gute Kontakte zu den christlichen Missionsstationen in Kairo und Addis Abeba und „Weihnachten konnten wir auch immer feiern“, erinnert sich Elke Spiekermann. Spannend sind die Anekdoten, die sie aus dieser Zeit erzählen kann. So arbeitete die Mutter von drei Kindern u. a. als Konsularangestellte in der deutschen Botschaft in Dschidda und auch als Kindergärtnerin im Camp. Mit den Kindergartenkindern suchte sie z. B. vor Weihnachten im Wüstensand nach den Fußstapfen des Nikolaus.
Dennoch bekam sie viele Entwicklungen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland z. B. in Bezug auf das Gemeindeleben oder die Gottesdienstordnung nicht mit. So auch den Trend, dass vom Kirchenvorstand zunehmend auch Verwaltungsarbeit erledigt werden muss. „Ich hatte idealistische Vorstellungen z. B. davon, wie wir mehr Menschen zur Kirche zurückbringen könnten.“ Dennoch erinnert sich die lange Jahre auch in der SPD und im Ober-Hilbersheimer Partnerschaftsverein mit der italienischen Stadt Bonavigio engagierte Frau an viele interessante Aktivitäten ihrer Kirchengemeinde, an die zahlreichen ökumenischen Frauengottesdienste, die Weltgebetstage und an die Seniorennachmittage. Oder an die schönen Gemeindefeste, an die Gemeinschaft, die sie im Kirchenvorstand erlebte, oder an die Sitzungen in der Ingelheimer Sozialstation. Hier genoss sie als eine der Delegierten ihrer Kirchengemeinde in zwangloser Runde den Austausch mit den KollegInnen aus den Nachbargemeinden.
Nun kann sie aufgrund gesundheitlicher Probleme zu ihrem großen Kummer nicht mehr so aktiv am Gemeindeleben teilnehmen: „Das ist schade, gerade weil es hier im letzten Jahr dank unserer jungen Pfarrerin Verena Reeh wirklich sehr munter zuging.“ Ein Trost ist, dass sie aufgrund ihres ehrenamtlichen Engagements jetzt in der Gemeinde sehr gut vernetzt ist und die Tage selten ohne Besuch und Austausch vergehen. Dazu bietet sich ihr, wenn sie aus dem Haus tritt, ein herrlicher Blick auf die Ober-Hilbersheimer Kirche, an deren Renovierung sie als Mitglied des Kirchenvorstandes mitwirkt.
Hilke Wiegers, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim
leider wird die Sammlung von Kleiderspenden der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD)aus wirtschaftlichen Gründen zum 31. August 2020 eingestellt.
In den letzten Jahren hat sich die wirtschaftliche Lage in diesem Bereich stetig verschlechtert, und es gestaltete sich für die NRD zunehmend schwierig, die Sachspenden-Sammlungen kostendeckend zu betreiben. Mit dem Aufkommen der Corona-Krise wurde diese negative Entwicklung nun immens beschleunigt. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen haben viele Menschen die Zeit zuhause zum Aussortieren genutzt, wodurch das Sammelvolumen in den letzten Monaten deutlich angestiegen ist. Gleichzeitig sind jedoch die Absatzmärkte für sortierte Altkleider nahezu komplett eingebrochen. Es ist aktuell unklar, wie sich der Altkleidermarkt künftig entwickeln wird, fest steht aber: Die weltweit agierende Branche wird noch über dieses Jahr hinaus mit der schlechten wirtschaftlichen Lage zu kämpfen haben.
Hendrik Eggers, Leiter Sachspende, Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie

Konfirmandin Leonie Pastrick aus Ober-Hilbersheim hat freiwillig so viel mehr Gottesdienste besucht als erwartet, dass es als kleine Belohnung einen Eisbecher zum Abschluss des Konfi-Jahres für sie gab. Mit gefreut haben sich auch unsere Gemeindepädagogin Margarete Ruppert und Pfarrerin Verena Reeh. Die Konfirmationen in unseren drei Gemeinden feiern wir nächstes Jahr unter hoffentlich gewohnten Bedingungen!



Auf den allerletzten Drücker waren wir noch auf Konfi-Freizeit in Höchst in der Jugendbegegnungsstätte im Kloster Höchst, bevor der Shut-down unseren Alltag veränderte. Zusammen mit den Gau-Algesheimer Konfis sind wir mit dem Bus in den Odenwald gefahren. Eigentlich ist nicht viel los in dem kleinen Städtchen Höchst – aber das war auch nicht nötig, denn für Unterhaltungsprogramm tagsüber sorgten die Konfis durch großartige Vorbereitungen ihres eigenen Vorstellungsgottesdienstes – ein Probelauf sozusagen war der gemeinsam gestaltete Gottesdienst für die Odenwälder Gemeinde am Sonntag morgen. Am ersten Abend wurde in einem gestalteten Gottesdienst von Pfarrerin Hassinger ein Konfirmand aus der Gau-Algesheimer Gruppe getauft, das war ein besonderes Erlebnis für uns alle! An dem anderen Abend hatten wir alle mega viel Spaß – mehr dazu wird auch nicht verraten 😉
Mit dem gemeinsam gestalteten Gottesdienst am Sonntag in Höchst zeigten unsere Konfis durch Begleitung der Liturgie, Einsatz am Keyboard und selbstständiges Predigen, was sie in dem Konfijahr gelernt und in den Tagen der Freizeit erarbeitet haben! Ich war und bin mächtig stolz auf diese jungen Menschen und freue mich auf die Konfirmationen im Mai 2021!
Eure Pfarrerin Verena Reeh
Pilgern wie die Großen mit Pilgerstempel und Jakobsmuschel: 14 Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren nutzten in der fünften Ferienwoche ein Angebot der Evangelischen Jugend im Dekanat Ingelheim-Oppenheim und pilgerten drei Tage auf dem rheinhessischen Jakobsweg. Zum Abschluss der Ferienaktion lud der Leiter des Jugendhauses Oppenheim, Jürgen Salewski, die Jugendlichen noch zu einem Kanutag auf dem Rhein ein.

Doch zunächst ging es am ersten Tag von Bingen auf den Rochusberg zu Fuß auf dem Pilgerweg steil bergauf. Auf dem Berg gab es dann den ersten Pilgerstempel, dann liefen die Teilnehmenden, begleitet von Gemeindepädagogin Margarte Ruppert und dem Pfarrer von Bubenheim und Engelstadt, Hartmut Lotz, weiter über den Laurenziberg nach Appenheim. Am Dienstag war es dann deutlich wärmer, aber alle Teilnehmenden überraschten durch großes Durchhaltevermögen. Kein Wunder: Sie sahen Störche und Rehe, gingen auch einmal schweigend durch den Wald von Ober-Hilbersheim, um dann wieder in den Pausen zu spielen oder fröhlich zu singen.
Von Tag zu Tag wurde die Gruppe größer, sodass am Ende die Jakobsmuscheln nicht ausreichten und Margarete Ruppert sogar eine eigene Jakobsmuschel, die im heimischen Bad zu einer Seifenschale umfunktioniert worden war, zum Einsatz brachte: „Zu viele Leute!“, erzählt sie augenzwinkernd, „Welch‘ schönes Problem“.
Dass am Schluss der Veranstaltung nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Eltern begeistert waren, dazu trug nicht zuletzt die Paddeltour am letzten Tag auf dem Rhein bei, wo es unter anderem eine Abkühlung im knietiefen Wasser am Rheinufer gab. „Das schreit nach Wiederholung!“, regte ein Vater beim Abholen an und eine Mutter lobte: „Dieses Unterwegssein zu Fuß in der Region, in der man wohnt – toll.“
Hilke Wiegers, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Evangelisches Dekanat Ingelheim-Oppenheim