Der rechte Winkel ist entscheidend!

Schon seit längerer Zeit und immer wieder bei geselligen Runden im Ort kam u.a. ein Thema auf den Tisch: schön wäre es, einen Bouleplatz im Ort zu haben für einen recht einfachen, aber doch spannenden Sport gespielt von Jung und Alt.

Aber nichts bewegte sich, bis das Appenheimer Team „Liebenswertes Appenheim“ entschied: wir nehmen uns der Sache an, wir bauen für die Ortsgemeinde einen öffentlichen Bouleplatz.

Erste Frage – welcher Platz eignet sich am besten: am Sportplatz, im Garten des Gemeindehauses oder auf dem Spielplatz am Ende der Welzbachstraße? Schnell setzte sich in der Diskussion der Spielplatz durch. Dort gibt es eine größere ebene Fläche, die früher mal als Bolzplatz genutzt wurde, aber nach Abbau der Tore regelrecht verwaiste. Ebenfalls liegt dieser Platz fast den ganzen Tag im Bereich schattenspendender Bäume und Sträuche. Und zu guter Letzt gibt es dort ausreichend Parkplätze.

Also detaillierte Inspektion des Spielplatzes, Fläche ausgemessen, abgesteckt und Foto gemacht.

Wir legten uns auf das Maß von 12,50m X 3,50m fest, knapp über dem Mindestmaß für einen Turnierplatz und damit ausreichend für den vorgesehenen Freizeitspaß.

Mit dem Foto dann zu Horst Krichten – beim Bürgermeister und anschließend im Gemeinderat wurde unser Plan und die Standortwahl mit großer Zustimmung aufgenommen: die Gemeinde übernahm die Materialkosten, wir – Liebenswertes Appenheim – übernahmen Planung, Umsetzung und Arbeitskraft.

Erste Aktion der Aushub: mit „schwerem Gerät“ wurde recht zügig der Boden auf das erforderliche Tiefenmaß ausgebaggert. Hier sei zusätzlich ein großer Dank an Hartmut Runkel ausgesprochen, der sowohl die Kosten für den Bagger, wie auch den Baggereinsatz übernahm.

Als Umrandung besorgten wir schmale Rasenkantensteine.

Und jetzt kam die Herausforderung, denn der rechte Winkel ist entscheidend für das quadratische Boule-Feld! Wie war das noch mit dem Satz des Pythagoras a2+b2=c2 ? Also mit Maßband Dreieck bilden: 3m auf 4m auf 5m und der rechte Winkel ist perfekt. Jetzt die Steine gesetzt, einbetoniert und trocknen lassen.

Für den nächsten Arbeitseinsatz waren kräftige Arme mit Schaufeln und Harken gefordert. Grober Schotter als Unterboden musste ausgebracht und mit schwerer Walze geglättet werden.

Als Deckschicht wurde Kies Bessunger Art gewählt, da er Unkrautwachstum kaum zuläßt und Niederschlagswassser gut versickern läßt.

Die letzten Arbeitsschritte: nochmals walzen, mehrmals wässern und ruhen lassen.

Was fehlte noch?

Natürlich die Einweihungsfeier: am Samstag, den 11. Juli, 10:30 Uhr, war es soweit. Der Bürgermeister und der Gemeinderat hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger zur offiziellen Eröffnung des Boulepatzes eingeladen. Bei bestem Wetter bedankte sich Horst Krichten im Namen der Gemeinde, insbesondere beim Team „Liebenswertes Appenheim“, bei Hartmut Runkel für das Bagger Sponsoring, bei Herrn Dr. Raabe für die Spende von Boule-Kugelsets und bei der Raiffeisen für die Spende von Rasensamen für die Umrandung des Platzes. Im Anschluß erklärte Jürgen Uhler allen Anwesenden die grundsätzlichen Boule-Regeln.

Jetzt begann der Spaß: ein von der Partnerstadt Apfelstädt gespendetes Bierfaß wurde feierlich angestochen und bei Bier und Bratwürstchen testeten die ersten „Boule-Fans“, angeführt vom Verbandsbürgermeister Benno Neuhaus, die neue Bahn.

Das Team Liebenswertes Appenheim wünscht Jung und Alt viel Spaß auf dem Spielplatz.

(Fotos privat)

Unser Dorf wird schöner!

Liebe Appenheimer,

unser Dorf soll nicht nur, sondern wird auch schöner und zwar mit

Zwergkiefer, Glanzmispel, Lavendel, Bergenie, Vergißmeinnicht, Ilex Crenata, Zwergflieder, Felsenbirne, Storchenschnabel, Pfennigkraut, Ziergras Red Baron, Kriechspindel.

Was für herrliche Namen!

Und das ist der Hintergrund:

am Weg zwischen der Nordseite vom Friedhof und dem Neubaugebiet „Auf den Kellern II“ lag bis vor kurzem noch ein Streifen Brachland, ungepflegt, kein schöner Anblick vom Friedhof aus, sowie auch nicht von den frisch gestylten Gärten der Neubauten.

Kurze Abstimmung mit dem Bürgermeister Horst Krichten, dann war klar – wir (die Gruppe Liebenswertes Appenheim) übernehmen die notwendige Verschönerung. Schnell wurde ein Pflanzplan erstellt mit den Vorgaben

  • Kleinwuchs, um das angrenzende Privatgelände nicht zu beschatten
  • Pflegeaufwand, der sollte gering sein, um uns zukünftig zu schonen 🙂
  • Schattengewächse, da die Bäume auf der Friedhofseite wenig Sonne zulassen

Geplant – getan.

Der Randstreifen wurde „gerodet“, die über den Bürgermeister bestellten Pflanzen gemäß Plan mit Sorgfalt und Fürsorge eingesetzt. Jetzt heißt es, regelmäßig gießen und dann den Anblick genießen.

(Fotos privat)

Hinsetzen!

Liebe Appenheimer/-innen,

Nachhaltigkeit ist angesagt. Das war der erste Gedanke, als ein aufmerksamer Appenheimer Bürger über den Friedhof ging. Links eine Reihe neu installierter Sitzbänke, rechts eine Reihe alter, auffällig verwitterter Holzbänke. Da lässt sich doch noch was machen, bevor diese Bänke ebenfalls durch neue ersetzt werden.

Mit dieser Idee im Kopf setzte er sich mit seinen Freunden der Gruppe „Liebenswertes Appenheim“ zusammen und schnell waren wir uns einig: wir holen die Bänke vom Friedhof, bauen sie auseinander, schleifen die Holzplanken und streichen sie mit einer witterungsbeständigen Lasur – ein Projekt für die Winterzeit.

Gesagt, getan! Gegen Ende des letzten Jahres fuhr ein Team mit Traktor und Hänger am Friedhof vor. Die renovierungsbedürftigen Bänke wurden schnell identifiziert – sechs Stück an der Zahl – und mit vereinten Kräften auf den Hänger geladen. Auf der Fahrt zur Landwirtschaftshalle, die zur Trocknung und Bearbeitung der Bänke vorgesehen war, kamen wir an der Sitzbank Ecke Ausfahrt Taunusblick vorbei: ebenfalls verwittert, also rauf auf den Hänger!

Die Trocknungszeit dauerte doch etwas länger als gedacht, aber Anfang Februar war es dann soweit. Mit Band- und Exzenterschleifer bewaffnet entfernten wir Schmutz und Farbreste von den sorgfältig beschrifteten Einzelplanken der auseinandergebauten Holzbänke.

Für den nächsten Arbeitsschritt, dem Farbanstrich, war es aber noch zu kalt. Also wieder warten.

Anfang März hatte die Sonne ein Einsehen, die ersten angenehmen Temperaturen ließen uns wieder an der Halle zusammenkommen. Jetzt waren Pinsel, Farbroller und Mahagoni-Lasur gefragt.

Erneut Trocknungszeit!

Vorletzer Arbeitsschritt: der Zusammenbau der einzelnen Bänke. Hier half uns die penible Kennzeichnung jeder Planke, bei ca 60 Stück ein absolutes Muß.

Projektabschluß termingerecht zum Ende des Winters: alle Bänke stehen wieder an ihrem angestammten Platz – Hinsetzen!

Ein herzliches Dankeschön sei noch der Chefin des Hauses(Halle) gesagt, die uns mit Kaffee, Kuchen und Schoppen verwöhnt hat. Ebenfalls ein Dank an den Bürgermeister, der uns mit einem deftigen Frühstück überraschte.

(Fotos privat)

Es blüht

Liebe Appenheimer,

was ist schöner als eine blühende Blumenwiese, die von Bienen und Schmetterlingen eifrig besucht wird. Natürlich, es gibt auch viele andere schöne Dinge, aber der Anblick des regen Treibens der Nektar- und Pollensammler auf einer farbenfrohen Wiese gibt schon was her.

Aus diesem Grunde haben wir – die Gruppe „Liebenswertes Appenheim“ – bereits gegen Ende des letzten Jahres begonnen, einen Teil des Pavillongeländes (Ortsausgang Richtung Aspisheim) für eine Wildblumen- und -kräuterwiese vorzubereiten. Zusätzlich stellten wir noch ein kleines, von Matthias Müller gestiftetes, Insektenhotel auf.

Jetzt im späten Frühjahr wurden wir reichlich belohnt – siehe Foto.

Damit nicht genug: auf der Höhe des Spielplatzes an der Welzbachstraße liegt ja auf der Ostseite des Welzbaches ein größeres Gemeindegründstück als Ausgleichsfläche zu einem früheren Baugebiet. Hier steht schon seit Jahren ein schönes Insektenhotel. Damit dieses wieder belebt wird, haben wir im Februar ebenfalls eine kleine Fläche für Wildblumen vorbereitet.

In den nachfolgenden Wochen haben wir die Entwicklung der ausgesäten Samen mit Sorgenfalten beobachtet, weil sich zunächst schnell Unkraut breitmachte und wir die Befürchtung hatten, daß die von der VG Gau-Algesheim zur Verfügung gestellten Wildblumensamen nicht mehr keimen wollten.

Doch nun zeigen sie sich – Bienen, Schmetterlinge und wir werden jetzt belohnt!

(Fotos privat)